Sonntag, 04.10.2026, 17:00 Uhr

John Dowland — Metamorphosen, Delight and Melancholy

Werke von John Dowland, Orlande de Lassus und sprezzatura 22

sprezzatura 22
June Telletxea, Gesang
Andreas Arend, Laute und Lyra Polyversalis
Lee Santana, Laute
Wolfgang Eger, Perkussion

Die Melancholie als Lebenskunst - sie grenzt an die Verzweiflung aber auch an den Humor. Diese Sphären umkreist die Musik von John Dowland. Lautenwerke und Lieder, dafür ist der Musiker des Elisabethanischen Zeitalters schon damals weltbekannt, heute vielleicht noch mehr. Das Trio sprezzatura 22 entwickelt einige seiner Lieder, auf der Grundlage handwerklicher Interpretationskunst der Renaissance, doch mit neuen Ohren, zu Tänzen für Perkussion und Lyra Polyversalis weiter. Letztere ist ein Saiteninstrument, das Zupfen und Streichen in einem vereinigt. Diese Tänze stellen sie den stilecht begleiteten originalen Lute-songs gegenüber. Es entsteht eine inhaltlich dichte Reminiszenz an Dowland, der 2026 seit genau 400 Jahren nur noch durch seine überlieferten Werke präsent ist.

Das Berliner Trio sprezzatura 22 wurde in jenem Jahr gegründet und hat sich schnell in die Herzen seiner Zuhörer gespielt. June Telletxeas Sopranstimme trifft auf reichhaltig-dezente Perkussion, trifft auf Laute und Lyra Polyversalis. sprezzatura bedeutet, das Schwierige mit einer gewissen Verachtung zu nehmen - Sportsgeist, Können und Humor. Sie war eine der Tugenden der Hofgesellschaften der Renaissance. Der Begriff wurde zu Dowlands Lebzeiten in die Musik übertragen. Heute bedeutet er eine formale, doch lässige Spielart der Mode.

Am Ausgang der Konzerte bitten wir um eine Spende für die Kirchenmusik unserer Gemeinde.

Foto: Chris Ruiz

Ort: Schlosskirche Köpenick, Schlossinsel 1, 12557 Berlin

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